Stünings Medien setzt auf Digitalisierung von Heidelberg

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Heidelberg StueningsDrupaDie Stünings Medien GmbH baut ihre „Zukunftsfabrik 4.0 mit Logistik-Zentrum“ durch Digitalisierungslösungen der Heidelberger Druckmaschinen AG (Heidelberg) konsequent weiter aus. Bereits seit 25 Jahren – als die erste Fünf-Farben-Maschine angeschafft wurde – setzt das Krefelder Medienunternehmen auf Lösungen von Heidelberg.

 

Im April 2016 hat Stünings Medien das neueste Digitaldrucksystem Versafire CP von Heidelberg in Betrieb genommen. Zur drupa bestellte das Unternehmen eine Speedmaster XL 106-Zehnfarben mit Wendung der neuesten Generation. „Wir benötigen eine noch höhere Produktivität und wollen auch die wachsende Zahl der Aufträge mit vielen Druckplattenwechseln effizienter durchführen“, bestätigt Volker Neumann, Geschäftsführender Gesellschafter bei Stünings Medien.

Mit dem simultanen Plattenwechsel AutoPlate Pro und weiteren Automatisierungsmodulen ist die Speedmaster XL 106 dafür bestens ausgerüstet und kann bis hin zum autonomen Drucken eingesetzt werden. Die Installation ist für Ende des Jahres geplant.
Sämtliche Prozesse der Druckerei – Digital- und Offsetdruck, sowie Vorstufe und Weiterverarbeitung sind bereits durchgängig mit dem Prinect Workflow vernetzt. „Seit einigen Jahren nutzen wie den Prinect Business Manager als Gesamtpaket, um unsere Qualität in der Produktion sicherzustellen und eine hohe Transparenz zu erhalten“, erklärt Geschäftsführer Florian Neumann. Weitere Drittsysteme, wie Buchhaltung und Online-Shops, werden dank offener Schnittstellen im Prinect Workflow in Kürze integriert.
Beste Druckqualität produziert Stünings Medien mit optimal auf die Maschinen abgestimmte Verbrauchsmaterialien der Saphira Serie. „Wichtig sind für uns auch Serviceverträge für die Maschinen und Softwarewartungsverträge, so dass wir hier eine hohe Sicherheit und geringe Ausfallwahrscheinlichkeit erreichen und unseren Kunden einen reibungslosen und schnellen Lieferservice bieten können“, sagt Volker Neumann. „Das perfekte Zusammenspiel von Maschinen, Service und Verbrauchsmaterial ist die Voraussetzung für die voll integrierte und vernetzte Zukunftsfabrik.“


Intelligente Vernetzung entlang der Wertschöpfungskette
Stünings Medien vereint in Krefeld die vier eng vernetzten Geschäftsbereiche Verlag, Internet, Werbung und Druck. Rund 110 Mitarbeiter produzieren Fachzeitschriften, Reiseführer, Bücher, Nachschlagewerke, Prospekte, Kataloge und Kundenmagazine sowie Komplettlösungen fürs Internet und Apps für Smart Phones und Tablets. In den letzten Jahren legte das Krefelder Medienunternehmen, das sich zu 100 Prozent im Besitz der Familie Neumann befindet, seinen Schwerpunkt auf die intelligente Vernetzung von Datenbanken, Internet, Druckvorstufe, Druck und Logistik. Die jetzige Investition von vier Millionen Euro ist ein weiterer elementarer Baustein auf dem Weg zur Zukunftsfabrik 4.0. Eine praktische Anwendung dieses Konzepts ist das „PrintLogistikSystem (PLS)“, eine Eigenentwicklung von Stünings Medien. Mit dem Versorgungssystem können Unternehmen und Verbände ihre komplette Versorgung mit Printprodukten und Werbeartikeln abwickeln – von der Visitenkarte über Flyer und Plakate bis zu Katalogen. „Unser Ansatz ist, die besten und innovativsten Maschinen von Heidelberg mit unserer individuell entwickelten Software zu kombinieren und daraus dann den Kundennutzen zu generieren“, erklärt Volker Neumann.
Stünings Medien richtet seinen Partnern individuelle Online-Shops ein und hält rund 50 bis 100 verschiedene Artikel auf Lager, die bei Bedarf kurzfristig nachproduziert werden können. Ein Controlling-Tool sorgt dafür, dass Bestände und Nachbestellungen ebenso in den Prozess integriert sind wie das Controlling und die Nutzung der Materialen durch Mitarbeiter und Filialen. Die Prozesskosten in diesem Bereich lassen sich so um bis zu 30 Prozent reduzieren.
Mit dem PrintLogistikSystem, das bereits 45 Kunden bundesweit nutzen, ist Stünings Medien im Sinne von „Industrie 4.0“ die intelligente Vernetzung mit den Abläufen der Partnerunternehmen gelungen und sieht sich als mittelständisches Medienunternehmen gut für den zunehmend preisaggressiven Printmarkt aufgestellt.